Bodentechniken im Judo

Bodentechniken im Judo unterliegen in den letzten 20 Jahren einem kontinuierlichen Wandel.
Wen man sich die unterstehenden Listen der Bodentechniken anschaut wird man unweigerlich feststellen, dass es zwischen der Gesamtlist und der Liste mit den Techniken des Kodokan große Diskrepanzen gibt.

Die Ausführung von Bodentechniken ist in den letzten Jahren aus der Mode gekommen, da sie nicht spektakulär genug erschienen. Es ist richtig, dass ein Wurf wie Kata-guruma oder Uki-o-toshi optisch für den Laien sehr viel ansprechender ist. Für den fachkundigen Zuschauer ist der Bodenkampf aufgrund einer vielfach höheren Komplexität der Techniken aber sehr viel interessanter.
Aus dem fehlenden Spektakel heraus hatte man Bodentechniken fast schon aus dem Wettkampfgeschehen verbannt.
Wurde ein Wurf ausgeführt musste umgehend eine Bodentechnik folgen, welche zum Ziel führt.

Die Abfolge verschiedener Bodentechniken bis zum Erreichen des Zieles wurde komplett ausgeklammert.
Heute besinnt man sich mehr und mehr auf altbewährte und technisch anspruchsvolle Techniken und lässt den Kampf am Boden im gewissen Umfang wieder zu.

Wir als „Klassiker“ hoffen auf eine weitere Entwicklung in diese Richtung.

Aus der Historie heraus muss an dieser Stelle erwähnt werden, das viele der aufgelisteten Hebel und Würgen auch im Stand funktionieren, was bedauerlicher Weise auch verboten wurde.
Die Bodentechniken des Kodokan (Stand 1997)
Die Bodentechniken – Gesamtliste
Bein- und Genickhebel
Anmerkung:

Alle Bein- und Genickhebel sind während des Judo-Wettkampfes oder im Randori strikt verboten!
Bedingt durch das hohe Verletzungsrisiko möchte ich an dieser Stelle das üben von Bein- und Genickhebeln von einem erfahrenen Lehrer durchgeführt wissen!
Bushido-Kai - Bodentechniken