Judo für Kinder: Warum?

Kinder lernen im Rahmen des Judo Verhaltensregeln und -muster, die heute in unserer Gesellschaft von jedem gefordert aber leider kaum noch vermittelt werden.
Judo hat viel mit Disziplin und Respekt zu tun!
So erwartet der Lehrer völlig selbstverständlich den Respekt seines Schülers.
Auch wird vorausgesetzt, dass die Schüler diszipliniert auf der Matte und im deren Umfeld agieren!

Wird dieser Erwartung nicht entsprochen, ergreift der Lehrer entsprechende Maßnahmen angefangen bei verschärftem Gymnastik-Training bis hin zu einer temporären „Verbannung“ von der Matte auf die Zuschauerbank.

Auch wird der Schüler durch Gürtelprüfungen und Leistungsüberprüfungen permanent dazu angehalten dem Unterricht konzentriert zu folgen und nicht zu stören.

Der nächste Gürtel ist kein Geschenk oder etwa eine Belohnung! Vielmehr soll der Schüler ein Gefühl für seinen eigene Leistungs- und Lernfähigkeit bekommen.

Durch die verstärkte Disziplinierung der Kinder und Jugendlichen wird angenommen das Judo ein „Heilmittel“ für ADS & ADHS ist. Ich möchte an dieser Stelle höflichste darum bitten, dass der interessierte Leser meine Sichtweise aus dem Blickwinkel eines Judo-Lehrers unter „News“, „Integration & Inklusion“, „
ADS & ADHS“ liest!

Judo hilft Kindern und Jugendlichen im Umgang mit wichtigen und allgegenwärtigen Regeln, Werten und Attributen!

Judo kann und darf nicht die Eltern und Lehrer der Kinder ersetzen, sondern wird immer einen komplementären Stellenwert einnehmen.

Die meisten Kinder die ich kennenlernen durfte haben oder sind dabei ihren Weg zu machen, sei es in Schule, Studium oder Beruf.

Wir ermöglichen es jedem Kind das Willens dazu ist auf Wettkämpfe zu gehen und hier zu bestehen. Hierzu begleiten und coachen wir die Kinder und Jugendlichen.
Wir werden niemals darauf bestehen, dass ein Kind oder Jugendlicher gegen den eigenen Willen zum Kampf antritt.
Im Rahmen des Trainings jedoch muss jedes Kind zeigen was es kann und lernen kontrolliert mit Sieg und Niederlage umzugehen.
Hierbei wird unter unserer Kontrolle auf die Einhaltung von Regeln geachtet die es nicht zulassen, dass der unterlegene mental fertiggemacht wird.
Es ist wichtig, dass der Unterlegene lernt mit Misserfolg, mentalem und physischem Schmerz umzugehen und trotzaltem die Selbstachtung und den Mut nicht zu verlieren.
Der Sieger muss hierbei lernen, dem Unterlegenen Achtung und Respekt zu zollen, seine Gefühle zu beherrschen und zukünftig sein Wissen zu teilen.

Hieraus entstehen letztelendes verschiedenen Dinge:
  • Freundschaft
  • Verantwortung
  • Achtung und Respekt
  • Wahrnehmung für sich selbst und andere
  • Beherrschung
  • Disziplin

Fazit:

Kinder und Jugendliche sollten Judo ausprobieren, von ihren Eltern zu durchhalten angehalten werden und Spaß haben.
Eltern sollten nicht erschrecken, wenn unsere Lehrer ein Kind auch einmal „bestrafen“ um ihm seine Verfehlung vorzuhalten.
Eltern sollten auch nicht erschrecken, wenn ihr Kind nach oder während einem Training „Schmerzen“ habt.

Ganz wichtig:

Eltern sollten selbst ausprobieren, was ihre Sprösslinge da machen - es ist nie zu spät!
Bushido-Kai - Judo für Kinder